Beitragsbemessungsgrenze 2014

Die Beitragsbemessungsgrenzen 2014 - BBG 2014

Die Beitragsbemessungsgrenze 2014 und die Versicherungspflichtgrenze 2014 sind wichtige Größen in der deutschen Sozialversicherung, welche von der Bundesregierung für die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung und für die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung jedes Jahr neu festgelegt werden. Die Beitragsbemessungsgrenzen 2014 sind zu unterscheiden von der Versicherungspflichtgrenze 2014 - auch Jahresarbeitsentgeltgrenze 2014 genannt.

Die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Krankenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung werden bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen 2014 berechnet. Damit bildet die Beitragsbemessungsgrenze 2014 eine oberste Größe, dem Beiträge gezahlt werden müssen.

Somit müssen keine weiteren Beiträge in der Krankenversicherung und Rentenversicherung oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen 2014 gezahlt werden.

Was sind die Beitragsbemessungsgrenzen 2014 und die Versicherungspflichtgrenze 2014

Das Sozialversicherungssystem in Deutschland einschließlich der Beitragsbemessungsgrenze 2014 wurde eigentlich als Leistung der Arbeitgeber für die Arbeitnehmer konzipiert. Eine Umverteilung zwischen den verschiedenen Einkommensklassen, also von gering und besser verdienenden Arbeitnehmern, war nicht vorgesehen, so dass die Summe der eingezahlten Beiträge auch die Höhe der ausgezahlten Leistung bestimmte.

Dies galt auch für die Krankenkassen, deren Ausgaben ursprünglich zu fast 95 Prozent für die Auszahlung des Krankengeldes aufgewandt wurden, welches wierderrum abhängig vom Einzahlungsbetrag war. Bei Personen mit einem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze 2014 wurde unterstellt, dass diese keinen oder zumindest keinen über diesen Beitrag hinaus gehenden Schutz durch die Sozialkassen benötigen. Mit dem Steuerklassenrechner können Sie ihre Steuerklassen ermitteln!

Gesetzliche Grundlagen zur Beitragsbemessungsgrenze 2014 und zur Versicherungspflichtgrenze 2014

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht die aktuellen Rechengrößen der Sozialversicherung und von den Beitragsbemessungsgrenzen 2014 zum jeweiligen Jahresende im Bundesgesetzblatt. Im Internet ist jedoch die Bekanntmachung der Rechengrößen der Sozialversicherung und zur Beitragsbemessungsgrenze 2014 als Verwaltungsvorschrift vorher schon abrufbar.

Im Einzelnen gehören dazu die Bezugsgröße in der Sozialversicherung, Beitragsbemessungsgrenzen 2014 in der Rentenversicherung, Jahresarbeitsentgeltgrenzen 2014 in der Krankenversicherung, Beitragsbemessungsgrenze 2014 in der Krankenversicherung, Höchst- und Mindestbeiträge in der Rentenversicherung, Regelbeiträge für pflichtversicherte Selbständige in der Rentenversicherung und Mindestarbeitsentgelte für behinderte Menschen in der Sozialversicherung. Die bereits vorab voraussichtlichen Werte für die Beitragsbemessungsgrenze 2014 des neuen Jahres müssen gegen Ende des laufenden Jahres immer noch vom Bundesrat beschlossen werden. Dort ist allerdings grundsätzlich nicht mehr mit Änderungen zu rechnen.

Beitragsbemessungsgrenze von 2010 bis 2014 in der Krankenversicherung

  • Beitragsbemessungsgrenze 2014: 48.600 EUR
  • Beitragsbemessungsgrenze 2013: 47.250 EUR
  • Beitragsbemessungsgrenze 2012: 45.900 EUR
  • Beitragsbemessungsgrenze 2011: 44.550 EUR
  • Beitragsbemessungsgrenze 2010: 45.000 EUR

Versicherungspflichtgrenze 2014

Unter der Versicherungspflichtgrenze 2014 (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze 2014 genannt) versteht man die Grenze, bis zu der eine Versicherungspflicht für Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht. Die Versicherungspflichtgrenze wird jedes Jahr neu durch den Gesetzgeber festgelegt. Für das Jahr 2014 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 53.550 EUR.

Wer als Arbeitnehmer mit seinem Jahres-Bruttoeinkommen (Berechnung Brutto Netto mit dem Nettorechner 2014) über der Versicherungspflichtgrenze liegt, der hat die Möglichkeit, sich in der privaten Krankenversicherung (PKV) zu versichern. Dafür muss die Versicherungspflichtgrenze in dem vorhergehenden Jahr überschritten werden. Damit hat der Arbeitnehmer den Status eines freiwillig Versicherten in der gesetzlichen Krankenkasse. Wenn das Bruttoeinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, dann ist der Arbeitnehmer ein gesetzlich Pflichtversicherter.

Von der Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt) ist die Beitragsbemessungsgrenze zu unterscheiden. Seit 1. Januar 2003 existieren zwei Grenzwerte für die Versicherungspflichtgrenze: eine allgemeine und eine besondere Entgeltgrenze.
  • Versicherungspflichtgrenze 2014: 53.550 EUR 
  • Versicherungspflichtgrenze 2013: 52.200 EUR
  • Versicherungspflichtgrenze 2012: 50.850 EUR
  • Versicherungspflichtgrenze 2011: 49.500 EUR
  • Versicherungspflichtgrenze 2010: 49.950 EUR
  • Versicherungspflichtgrenze 2009: 48.600 EUR

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Was zählt zur Jahresarbeitsentgeltgrenze 2014

Zur Bestimmung des Bruttoeinkommens für den Arbeitsnehmer wird das regelmäßige Arbeitsentgelt herangezogen:
  • Arbeitsentgelt,
  • Vermögenswirksame Leistungen,
  • Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld,
  • Pauschale Überstundenvergütungen,
  • Zulagen,
  • Bereitschaftsdienstvergütungen für Klinikpersonal.
Nicht zur Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) zählen dagegen:
  • Pauschal bestimmte Direktversicherungsbeiträge,
  • Zuschläge aufgrund des Familienstandes wie Kindergeld 2014 ,
  • Fahrtkostenersatz,
  • Vergütungen für Überstunden.
Es gilt die Regelung, dass Beschäftigte dann versicherungsfrei wurden, wenn wenn sie mit ihrem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze, also die Jahresarbeitsentgeltgrenze des laufenden und des kommenden Jahres überschritten.

Mit Inkrafttreten des GKV-WSG galt vorübergehend eine andere Regelung: Arbeitnehmer sind nur dann versicherungsfrei, wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und in drei aufeinanderfolgenden Jahren überstiegen hat. Für Arbeitnehmer, die am 2. Februar 2007 privat krankenversichert waren, galt eine Besitzstandsregelung.

Höhe und Entwicklung der allgemeinen Versicherungspflichtgrenze

Die jährliche Anpassung der Versicherungspflichtgrenze durch den Gesetzgeber berücksichtigt die Entwicklung der Bruttolohnsumme je durchschnittlich beschäftigtem Arbeitnehmer vom vorvergangenen Kalenderjahr zum vergangenem Kalenderjahr:
  • 2014 - 53.550 EUR
  • 2013 - 52.200 EUR
  • 2012 - 50.850 EUR
  • 2011 - 49.500 EUR
  • 2010 - 49.950 EUR
  • 2009 - 48.600 EUR
  • 2008 - 48.150 EUR
  • 2007 - 47.700 EUR
  • 2006 - 47.250 EUR
  • 2005 - 46.800 EUR
  • 2004 - 46.350 EUR
  • 2003 - 45.900 EUR

Besondere Versicherungspflichtgrenze 2014 (Jahresarbeitsentgeltgrenze)

Seit 2003 gibt es neben der allgemeinen noch die besondere Versicherungspflichtgrenze. Diese Grenze gilt für Arbeitnehmer, die zum 31.12.2002 bereits freiwillig versichert waren und in einer privaten Krankenversicherung
versichert sind. Auch sie wird jährlich angehoben.
  • 2014 - 48.600 EUR
  • 2013 - 47.250 EUR
  • 2012 - 45.900 EUR
  • 2011 - 44.550 EUR
  • 2010 - 45.000 EUR
  • 2009 - 44.100 EUR
  • 2008 - 43.200 EUR
  • 2007 - 42.750 EUR
  • 2006 - 42.750 EUR
  • 2005 - 42.300 EUR
  • 2004 - 41.850 EUR
  • 2003 - 41.400 EUR

Kritik an den Beitragsbemessungsgrenzen 2014

Heute wird kritisiert, dass diese Umverteilung nicht stattfindet und Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze nicht weiter durch Beiträge belastet werden. Auf der anderen Seite wird insbesondere bei den Krankenversicherungen kritisiert, dass bei fast gleichen Leistungen vom Arbeitseinkommen abhängige Beiträge erhoben werden (Ausnahme: Krankengeld). Daher wird teilweise für durchschnittsrisikoäquivalente Beiträge (Pauschalen) plädiert.

Die Beitragsbemessungsgrenze bewirkt eine unterschiedliche finanzielle Belastung von Familien je nach Aufteilung der Erwerbsarbeit: So zahlen Ehepartner bei gleichem Familieneinkommen, sofern es über der Bemessungsgrenze liegt, in Ein- und in Zweiverdienerehen unterschiedlich hohe Beiträge, da die insgesamt fälligen Beiträge von der Verteilung des Einkommens auf die Ehepartner abhängen. Ein Blick in die Steuererklärung 2014 klärt diesen Zusammenhang.

Informationen zur Krankenversicherung 2014

Die Versicherungspflicht ist ein zentraler Grundsatz in der GKV. Grundsätzlich sind Arbeitnehmer, die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt ausüben, und Auszubildende versicherungspflichtig. Eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht u. a. für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitsentgelt aus der Beschäftigung mehr als 400 Euro monatlich beträgt, aber die allgemeine Versicherungspflichtgrenze 2014 nicht übersteigt. Diese Grenze wird jährlich angepasst und liegt im Jahr 2014 bei 4.462,50 Euro/Monat. Bestand bereits am 31. Dezember 2002 eine private Krankenversicherung, weil die Versicherungspflichtgrenze überschritten wurde, gilt die besondere Versicherungspflichtgrenze von 4.050  Euro/Monat. Zuschläge, die mit Rücksicht auf den Familienstand gezahlt werden, bleiben unberücksichtigt.

Wann sind meine Partnerin oder mein Partner und meine Kinder mitversichert?

Ehepartner und Kinder von Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherung sind bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert. Den Ehepartnern gleichgestellt sind eingetragene Lebenspartner. Als Kinder gelten auch Stiefkinder und Enkel, die die Beitragszahlerin oder der Beitragszahler überwiegend unterhält, sowie Pflegekinder. Voraussetzung für die beitragsfreie Mitversicherung dieser Familienangehörigen ist, dass

ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben,
  • nicht selbst Mitglied einer Krankenkasse sind,
  • nicht versicherungsfrei sind (unschädlich ist die Versicherungsfreiheit in einer geringfügigen Beschäftigung),
  • nicht von der Versicherungspflicht befreit sind,
  • nicht hauptberuflich selbstständig tätig sind,
  • über kein Gesamteinkommen verfügen, das regelmäßig im Monat eine bestimmte Grenze überschreitet - für geringfügig beschäftigte Familienmitglieder gilt eine Einkommensgrenze von 450 Euro, für alle anderen von 365 Euro pro Monat (entspricht 1/7 der monatlichen Bezugsgröße 2014).


Kinder sind grundsätzlich nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres familienversichert, die Altersgrenze erhöht sich jedoch unter bestimmten Voraussetzungen.

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze 2014 als Bezugsgröße?

Die Bezugsgröße ist eine Rechengröße, mit deren Hilfe wichtige Grenzwerte der Sozialversicherung jährlich an die allgemeine Einkommensentwicklung angepasst werden. In der Krankenversicherung sind dies zum Beispiel die Einkommensgrenze für die Familienversicherung oder die Bemessungsgrundlage 2014 für den Mindestbeitrag freiwillig Versicherter.

Besonderheiten der Beitragsbemessungsgrenzen 2014:

  • Während des Mutterschutzes beziehungsweise der Elternzeit bleiben vorher Pflichtversicherte weiter Mitglied, sodass sie in dieser Zeit nicht familienversichert sein können.
  • Die Familienversicherung eines Kindes ist ausgeschlossen, wenn der mit dem Kind verwandte Ehegatte - oder eingetragene Lebenspartner nicht gesetzlich versichert ist und sein regelmäßiges Gesamteinkommen die monatliche Versicherungspflichtgrenze übersteigt und regelmäßig höher ist als das des gesetzlich versicherten Ehegatten oder Lebenspartners.
  • Die Altersgrenze für die Familienversicherung eines Kindes erhöht sich vom 18. auf das 23. Lebensjahr, wenn das Kind nicht erwerbstätig ist. Sie erhöht sich auf das 25. Lebensjahr, wenn es sich in der Schul- oder Berufsausbildung befindet oder ein freiwilliges soziales bzw. ökologisches Jahr ableistet. Wird die Schul- oder Berufsausbildung durch Grundwehr- oder Zivildienst unterbrochen oder verzögert, verlängert sich die Familienversicherung um diesen Zeitraum über das 25. Lebensjahr hinaus. Hier sind Bescheinigungen über Art und Dauer des Dienstes einzureichen.
  • Bei Kindern, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, besteht die Familienversicherung ohne Altersgrenze. Wichtig ist, dass die Behinderung bereits während der Familienversicherung vor Erreichen der ansonsten maßgeblichen Altersgrenzen vorlag und von nicht absehbarer Dauer ist. Hier ist eine entsprechende ärztliche Bescheinigung oder eine Kopie des Behindertenausweises einzureichen.

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